Anlass für diese Arbeit war der Einblick in die aktuelle Forschungslage, die sich mit der Belastung von Kindern krebskranker Eltern beschäftigt. Obwohl ein chronischer Unterstützungsbedarf von Verbänden wie der Deutschen Krebshilfe e. V. und von Ärzten und Psychologen angemahnt wird und Präventionen an Bedeutung gewinnen, fehlt es zwar nicht an Erfahrungen, aber doch an fundierter wissenschaftlicher Grundlage, worauf sich der Bedarf gründet. Kindliche Belastung wird zumeist nur an den Folgen derselben über klinische Parameter gemessen.
In der vorliegenden Arbeit wird ein entwicklungstheoretischer Hintergrund erarbeitet anhand allgemeiner Familienmodelle und des Phasenmodells der psychosozialen Entwicklung nach Erikson. Zudem wird versucht, unter Einbeziehung der besonderen Bedingungen eines an Krebs erkrankten Elternteils familiäre Belastungen anhand der wissenschaftlichen Literatur zu belegen und speziell kindliche Belastungen zu erkennen und zu benennen.
Ein methodischer Teil untersucht mögliche Verfahrensweisen, um eine empirische Hypothesenprüfung zu ermöglichen. Die Komplexität des Konstrukts der kindlichen Belastung wird dargelegt und erklärt. Über die Kenntnisnahme und unter Einbeziehung moderierender Faktoren wird sich um eine Annäherung an eine Möglichkeit zur Operationalisierung bemüht. Es wird auf die konzeptionellen und inhaltlichen Schwierigkeiten hingewiesen. Ein Untersuchungsdesign wird knapp vorgestellt und Bedingungen zu einem halbstandardisierten Interview und zu einem Elternfragebogen werden erläutert.
Am Ende wird ein Ausblick gegeben, welcher Weg zur empirischen Überprüfbarkeit der Hypothese weiter zu verfolgen ist.