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Fachwissen und Mitmachaktionen beim Familientag vom Verein Horizonte

"Sich bewegen heißt Leben", unter diesem Motto veranstaltet der "Verein zur Unterstützung brustkrebskranker Frauen – Horizonte" am Sonnabend, 11. Oktober, einen Familientag im Rehazentrum Rainer Junge. Von 11 bis 15 Uhr will er Betroffenen bei einem Fachvortrag und Mitmachaktionen die Möglichkeit zum Austausch bieten.

Göttingen, 08. Oktober 2008

Erfahrungen von an Krebs erkrankten Frauen und Expertenwissen sollen bei Horizonte gebündelt werden, sagt die Vorsitzende Margitta Degener. So geben ehemalige Brustkrebspatientinnen in dem 2005 gegründeten Verein mit derzeit 35 Mitgliedern im Rahmen einer Patientinnenberatung ihre Erfahrungen weiter.

Der Verein unterstützt krebskranke Frauen und ihre Familien mit Angeboten wie Kinderbetreuung während der Therapiephase, einem Besuchsdienst oder Begleitung von Betroffenen zur Therapie und zu Arztbesuchen. Zum Erfahrungsaustausch werden regelmäßig Gruppentreffen und Informationsveranstaltungen zu medizinischen Themen angeboten.

Expertenwissen erhalten die Frauen in der Sprechstunde, die das Brustzentrum der Universitätsmedizin Göttingen für den Verein anbietet, Margret Kamm übernimmt die psychologische Betreuung.

Seit 19 Jahren arbeitet Kamm als Psychotherapeutin in der Göttinger Frauenklinik der Universität und ist als stellvertretende Vorsitzende im Verein aktiv. "Horizonte will der Tabuisierung und Isolierung der betroffenen Frauen entgegenwirken", sagt sie. Dabei soll der Familientag helfen.

Für positives Körper-Erleben

Passend zu den Angeboten des Vereins ist der Titel dieses Tags gewählt: "Sich bewegen heißt Leben." Durch die schwere Erkrankung sei der Körper zur Quelle von Leid geworden; der Sport verhelfe den Frauen zurück zu einem positiven Körper-Erleben, erklärt Kamm.

Auch im Akutbereich sei mittlerweile anerkannt, dass körperliches Training die Gesundung fördere und eine positive Veränderung des Abwehrsystems bewirke. Darüber hinaus sei Sport für viele Frauen ein Weg, andere Betroffene kennen zu lernen. "Sich zum Sport zu treffen, ist etwas sehr Unkompliziertes. Man hat Spaß miteinander. Die, die sich mögen, kommen in Kontakt miteinander."

Der Familientag am Sonnabend beginnt mit einem Vortrag (11.15 bis 12 Uhr) über die Bedeutung von Sport in der Krebstherapie von Dr. Freerk Baumann vom Institut für Rehabilitation und Behindertensport der Deutschen Sporthoschschule in Köln. 12 bis 13 Uhr: Mitmachaktionen der Sportgruppen Horizonte und Einbeck. 13.15 bis 14.30 Uhr: Schnupperkurs Yoga und Tanz. Für die Kinder wird ein eigenes Programm gestaltet.

Referent Dr. Freerk T. Baumann, Institut für Rehabilitation und Behindertensport Deutsche Sporthochschule Köln, wissenschaftlicher Mitarbeiter Initiative Dr. Freerk T. Baumann referierte über die Bedeutung von Bewegung und Sport in der Brustkrebstherapie und Nachsorge. Mitmachaktion Yoga Schnupperkurs: Tanz

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